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IT-Lexikon

62 Begriffe, verständlich erklärt

Wer IT einkauft, muss nicht alles können — aber verstehen, worüber gesprochen wird. Hier stehen die Begriffe, die im Gespräch mit uns oder einem anderen Anbieter vorkommen.

Ohne Fachchinesisch 62 Begriffe Laufend ergänzt

A

Access Point

Der Sender fürs WLAN. Die Position ergibt sich aus der Ausleuchtung, nicht aus der nächsten Steckdose.

B

Backup

Eine Kopie Ihrer Daten, aus der sich der Zustand von gestern wiederherstellen lässt. Erst der Rücksicherungstest beweist, dass sie taugt.

Bot

Ein Programm, das automatisiert arbeitet. Nicht immer schädlich — aber die Mehrheit des Verkehrs auf einer Website stammt von Bots.

C

Captcha

Eine Aufgabe, die Menschen von Skripten trennt. Wir verzichten darauf, weil es Besucher nervt und andere Verfahren genauso gut wirken.

Cat 6A

Die heute übliche Kabelkategorie. Deckt 10 Gbit/s über die volle Länge ab und hat Reserve für die nächsten Jahre.

Client

Der Arbeitsplatzrechner. Das Gegenstück zum Server, mit dem Menschen tatsächlich arbeiten.

Cloud

Rechenleistung und Speicher, die woanders stehen und gemietet werden. Kein Zauberwort — nur ein anderer Betriebsort.

D

DKIM

Eine Signatur, mit der ausgehende E-Mails unterschrieben werden. Der Empfänger kann prüfen, dass unterwegs nichts verändert wurde.

DNS

Das Adressbuch des Internets. Übersetzt cswit.de in die Zahlenadresse, unter der der Server tatsächlich erreichbar ist.

Domäne

Die zentrale Benutzerverwaltung. Ein Konto gilt für alle Rechner im Betrieb — und lässt sich an einer Stelle sperren.

E

EOL

End of Life. Der Zeitpunkt, ab dem ein Hersteller ein Produkt nicht mehr unterstützt — bei Betriebssystemen heißt das: keine Updates mehr.

Exchange

Der Mailserver von Microsoft. Läuft entweder im eigenen Haus oder als Exchange Online in der Cloud.

F

Failover

Der automatische Wechsel auf das Ersatzsystem, wenn das Hauptsystem ausfällt. Idealerweise merkt es niemand.

Fernwartung

Zugriff auf einen Rechner aus der Ferne. Bei uns wird jede Sitzung auf dem Bildschirm angekündigt und protokolliert.

Firewall

Die Netzgrenze zum Internet. Regelt, was hinein- und hinausdarf — und trennt Bereiche wie Produktion und Büro voneinander.

G

GoBD

Vorgaben zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen. Betrifft jeden Betrieb, der Rechnungen per E-Mail bekommt.

Gruppenrichtlinie

Zentrale Vorgaben für alle Rechner der Domäne. Damit lassen sich Einstellungen an einer Stelle setzen statt fünfzig Mal.

H

Honeypot

Ein unsichtbares Formularfeld, das nur Skripte ausfüllen. Einfach, kostenlos und erstaunlich wirksam gegen Spam.

Hypervisor

Die Schicht, auf der virtuelle Server laufen. Sie teilt eine Maschine so auf, dass mehrere Systeme sich nicht in die Quere kommen.

I

Image

Ein Abbild eines eingerichteten Rechners. Damit ist ein neues Gerät in einer Stunde einsatzbereit statt in einem halben Tag.

Inventar

Die Aufstellung aller Geräte mit Standort, Seriennummer und Betriebssystem. Ohne sie ist jede Planung geraten.

L

Lifecycle

Der Lebenszyklus eines Geräts von der Beschaffung bis zur Entsorgung. Wer ihn plant, tauscht nicht unter Druck.

Logfile

Die Aufzeichnung dessen, was ein System getan hat. Wertlos, wenn nie jemand hineinsieht — entscheidend im Ernstfall.

LWL

Lichtwellenleiter, umgangssprachlich Glasfaser. Für Strecken über 90 Meter und zwischen Gebäuden die bessere Wahl als Kupfer.

M

Managed Service

Laufende Betreuung zum Festpreis statt Abrechnung nach Stunden. Der Anbieter hat dann ein Interesse daran, dass wenig kaputtgeht.

MFA

Mehrfaktor-Anmeldung. Passwort plus ein zweiter Nachweis — meist eine Bestätigung auf dem Handy.

Monitoring

Laufende Überwachung Ihrer Geräte. Meldet volle Festplatten und fehlende Updates, bevor daraus eine Störung wird.

N

NAS

Ein Speichergerät im Netzwerk. Praktisch als Ablage und als eine von mehreren Sicherungskopien — als einzige Sicherung ungeeignet.

Notfallplan

Wer ruft wen an, wenn nichts mehr geht. Ein Blatt Papier, das im Ernstfall mehr wert ist als jede Technik.

P

Patchday

Der Tag, an dem Microsoft Sicherheitsupdates veröffentlicht — meist der zweite Dienstag im Monat.

Patchfeld

Die Verteilerstelle im Serverschrank. Hier laufen alle Netzwerkkabel des Gebäudes zusammen und werden auf den Switch gesteckt.

Phishing

Gefälschte Nachrichten, die Zugangsdaten abgreifen sollen. Der häufigste Weg, auf dem Angreifer in einen Betrieb kommen.

Phishing-Simulation

Ein Test mit einer harmlosen gefälschten Mail. Sinnvoll, wenn er nicht als Falle empfunden wird — sonst meldet danach niemand mehr.

PoE

Strom über das Netzwerkkabel. Telefone, Access Points und Kameras brauchen dann keine eigene Steckdose.

Portfreigabe

Eine Tür in der Firewall, die von außen erreichbar ist. Jede einzelne gehört begründet und regelmäßig geprüft.

R

Rack

Der Schrank, in dem Server und Netzwerktechnik montiert werden. Gemessen wird in Höheneinheiten zu je 4,4 Zentimetern.

RAID

Mehrere Festplatten im Verbund. Fängt den Ausfall einer Platte ab — ersetzt aber keine Datensicherung.

Ransomware

Schadsoftware, die alle Dateien verschlüsselt und Geld für die Freigabe fordert. Ohne getrennte Sicherung ist der Schaden endgültig.

Rechte

Wer darf welche Daten sehen und ändern. Der häufigste Fund bei Bestandsaufnahmen: gewachsene Freigaben, die niemand mehr überblickt.

Redundanz

Etwas doppelt auslegen, damit ein Ausfall nicht alles stoppt — zweite Stromversorgung, zweite Leitung, zweiter Server.

Rollout

Der geplante Austausch vieler Geräte. Wird gestaffelt gemacht, damit nicht der halbe Betrieb gleichzeitig stillsteht.

RPO

Recovery Point Objective. Wie viel Datenverlust wäre verkraftbar? Daraus ergibt sich, wie oft gesichert werden muss.

RTO

Recovery Time Objective. Wie lange darf es dauern, bis wieder gearbeitet werden kann? Diese Zahl bestimmt die halben Kosten.

S

SaaS

Software als Mietleistung über den Browser. Microsoft 365 ist das bekannteste Beispiel im Mittelstand.

Sandbox

Ein abgeschotteter Bereich zum gefahrlosen Ausprobieren. Verdächtige Anhänge werden dort geöffnet, nicht auf dem Arbeitsplatz.

Segmentierung

Das Netz in Bereiche teilen. Produktion, Büro und Gästezugang gehören getrennt — sonst nützt die beste Firewall wenig.

SLA

Service Level Agreement. Die schriftlich vereinbarte Zeit, in der wir auf eine Störung reagieren. Ohne Vertrag gibt es keine Zusage.

Snapshot

Ein Zustandsabbild eines virtuellen Servers. Praktisch vor einem Update — aber kein Ersatz für eine Sicherung.

SPF

Ein Eintrag im DNS, der festlegt, welche Server im Namen Ihrer Domain E-Mails versenden dürfen. Schützt vor Missbrauch Ihres Namens.

Spoofing

Das Fälschen einer Absenderadresse. Die Mail sieht aus, als käme sie vom Chef — kommt aber von woanders.

SSL/TLS

Verschlüsselung der Verbindung zwischen Browser und Server. Zu erkennen am Schloss in der Adresszeile.

SSO

Single Sign-on. Eine Anmeldung für viele Anwendungen. Bequem, aber nur mit gutem Anmeldeschutz vertretbar.

Switch

Der Verteiler im Netzwerk. Er entscheidet, welches Datenpaket zu welcher Dose geht — und liefert oft auch den Strom für Telefone und Kameras.

T

Terminalserver

Ein zentraler Rechner, auf dem alle arbeiten. Übertragen wird nur das Bildschirmbild — deshalb reicht auch eine schwache Leitung.

Ticket

Ein erfasster Vorgang. Klingt bürokratisch, sorgt aber dafür, dass nichts zwischen Telefon und Techniker verlorengeht.

U

USV

Unterbrechungsfreie Stromversorgung. Überbrückt kurze Ausfälle und fährt den Server geordnet herunter, statt ihn hart abzuschalten.

V

Verschlüsselung

Daten so umwandeln, dass sie ohne Schlüssel unlesbar sind. Auf mobilen Geräten schützt sie bei Verlust vor einer Meldepflicht.

Virtualisierung

Mehrere Server auf einer Maschine. Spart Hardware und macht den Wiederanlauf im Ernstfall deutlich einfacher.

VPN

Ein verschlüsselter Tunnel ins Firmennetz. Nützlich für Homeoffice — aber nur so sicher wie das Gerät am anderen Ende.

Z

Zero Day

Eine Schwachstelle, für die es noch kein Update gibt. Der Hersteller hatte null Tage Zeit, sie zu schließen.

Zertifikat

Der digitale Ausweis eines Servers. Läuft es ab, warnt der Browser — deshalb gehört die Erneuerung überwacht.

Zwei-Faktor

Zusätzlich zum Passwort eine Bestätigung auf dem Handy. Die wirksamste Einzelmaßnahme gegen gestohlene Zugangsdaten.

Warum wir das aufschreiben

Damit Sie mitreden können

Fachbegriffe werden im Verkauf gern als Beweis für Kompetenz verwendet. Wir halten es umgekehrt: Wer etwas verstanden hat, kann es erklären. Und wer versteht, worüber gesprochen wird, trifft bessere Entscheidungen.

Kein Begriff, den wir nicht auch am Telefon erklären würden
Beispiele aus dem Mittelstand, nicht aus dem Rechenzentrum
Wenn etwas fehlt: rufen Sie an, wir ergänzen es
Ihr Ansprechpartner

Wer sich bei Ihnen meldet

CW
Christian Wichert
INHABER · FAST 30 JAHRE IN DER IT
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