CEO-Fraud
Eine Anweisung, die scheinbar von der Geschäftsführung kommt.
- Täter lesen mit: Website, Impressum, LinkedIn, Abwesenheitsnotizen.
- Mail an die Buchhaltung — dringend, vertraulich, vom Chef.
- Hinweis, gerade nicht telefonieren zu können.
- Überweisung auf ein fremdes Konto.
Eile plus Vertraulichkeit plus „bin nicht erreichbar" — diese Kombination gibt es im echten Betriebsalltag nicht.
Der teuerste Betrug gegen Mittelständler braucht keine Schadsoftware. Er braucht nur eine Mail, die aussieht, als käme sie vom Chef.
So läuft es ab: Die Täter lesen zusammen, was öffentlich über den Betrieb zu finden ist — wer die Geschäftsführung ist, wer in der Buchhaltung arbeitet, wann jemand im Urlaub ist. Dann kommt die Mail. Dringend, vertraulich, mit dem Hinweis, gerade in einer Besprechung zu sein und nicht telefonieren zu können.
Genau dieser Hinweis ist das Verräterische. Er soll den einen Anruf verhindern, der alles auffliegen ließe.
Was zuverlässig schützt, ist keine Technik, sondern eine Regel, die jeder im Betrieb kennt: Zahlungsanweisungen per Mail werden grundsätzlich telefonisch bestätigt — mit einer Nummer, die man schon hatte. Und wer nachfragt, bekommt keinen Ärger. Auch nicht freitags um halb fünf.
















