E-Mail-Archivierung nach GoBD — ohne dass jemand daran denken muss
Geschäftliche E-Mails unterliegen Aufbewahrungspflichten. Ein Ordner im Postfach erfüllt sie nicht, weil sich sein Inhalt jederzeit ändern lässt.
Was das leistet
Automatisch statt manuell
Archiviert wird beim Ein- und Ausgang, nicht wenn jemand daran denkt. Was archiviert ist, lässt sich nachträglich nicht mehr verändern.
Unveränderbarkeit
Genau das verlangen die GoBD. Ein verschobener Ordner im Postfach reicht dafür nicht aus.
Aufbewahrungsfristen
Die Fristen werden hinterlegt und laufen automatisch. Danach wird ordnungsgemäß gelöscht.
Postfächer entlasten
Alte Nachrichten liegen im Archiv statt im Postfach. Das hält Exchange schlank und die Suche schnell.
Wiederfinden
Volltextsuche über den gesamten Bestand — auch über Anhänge und über Postfächer ausgeschiedener Mitarbeiter.
Private Nachrichten
Ob und wie private E-Mails behandelt werden, ist eine arbeitsrechtliche Frage. Wir weisen darauf hin und richten die Technik entsprechend ein.

Häufige Fragen
Sind wir zur Archivierung verpflichtet?
Geschäftliche E-Mails, die Handels- oder Geschäftsbriefe darstellen, unterliegen den handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten. Ob und in welchem Umfang das bei Ihnen greift, klärt Ihr Steuerberater — wir setzen die Technik um.
Funktioniert das mit Microsoft 365?
Ja. Auch bei Exchange Online ist eine eigene Archivierung sinnvoll, weil die Aufbewahrungsfunktionen dort andere Zwecke verfolgen.
Dürfen Mitarbeiter dann noch E-Mails löschen?
Im Postfach ja. Im Archiv liegt die Nachricht bereits und bleibt dort für die Dauer der Aufbewahrungsfrist.
Ab wann lohnt sich eine Archivierung?
Sobald geschäftliche E-Mails geführt werden — also praktisch ab dem ersten Tag. Die Größe des Betriebs spielt dabei keine Rolle, die Aufbewahrungspflichten gelten unabhängig davon.
Wie viel Speicher wird gebraucht?
Weniger als erwartet, weil Anhänge nur einmal abgelegt werden, auch wenn eine Nachricht an zehn Empfänger ging. Genaueres ergibt sich aus dem aktuellen Postfachvolumen.
Funktioniert das mit Microsoft 365?
Ja. Auch bei Exchange Online ist eine eigene Archivierung sinnvoll, weil die dortigen Aufbewahrungsfunktionen andere Zwecke verfolgen und an Lizenzen gebunden sind.
Was in der Praxis schiefgeht
Die Technik ist unaufwendig. Die Fehler passieren woanders.
Zu spät angefangen
Archiviert wird ab dem Tag der Einrichtung. Was vorher gelöscht wurde, ist weg — rückwirkend archivieren geht nicht. Wer die Einführung schiebt, vergrößert die Lücke jeden Tag.
Private Nachrichten nicht geregelt
Wenn die private Nutzung des Firmenpostfachs erlaubt oder geduldet ist, wird die Archivierung arbeitsrechtlich heikel. Das gehört vorher geklärt und schriftlich festgehalten — es ist keine technische, sondern eine organisatorische Frage.
Postfächer ausgeschiedener Mitarbeiter
Wird ein Postfach gelöscht, sind auch die geschäftlichen Nachrichten weg. Mit Archiv bleiben sie auffindbar, ohne dass ein Postfach dauerhaft weiterlaufen muss — das spart nebenbei Lizenzkosten.
Suche nie ausprobiert
Ein Archiv nützt erst, wenn jemand darin etwas findet. Wer im Ernstfall zum ersten Mal sucht, verliert Zeit. Eine kurze Einweisung genügt, damit die Suche im Bedarfsfall sitzt.
Verwechslung mit der Datensicherung
Ein Archiv ist keine Sicherung und eine Sicherung kein Archiv. Die Sicherung stellt einen Zustand wieder her, das Archiv weist einen Inhalt unveränderbar nach. Beide werden gebraucht — für verschiedene Zwecke.
Wer sich bei Ihnen meldet
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