Terminalserver für Steuerkanzleien
Kanzleisoftware stellt eigene Anforderungen: alle auf demselben Datenstand, hohe Verfügbarkeit in der Saison und Vertraulichkeit als Berufspflicht. Der Terminalserver löst das an einer Stelle.
Was in Kanzleien anders ist
Ein gemeinsamer Datenstand
Mehrere Bearbeiter greifen auf dieselben Mandantendaten zu. Auf einem Terminalserver arbeiten alle auf derselben Umgebung — es gibt keine lokalen Kopien, die auseinanderlaufen.
Große Datenbanken über schwache Leitungen
Kanzleisoftware bewegt beim Arbeiten viel Datenverkehr. Über eine normale Leitung wird direkter Zugriff zäh. Beim Terminalserver läuft die Anwendung zentral, übertragen wird nur das Bildschirmbild — deshalb funktioniert es auch dort, wo direkter Zugriff scheitert.
Saisonale Verfügbarkeit
Ein Ausfall Mitte Februar wiegt anders als im August. Wiederanlaufzeiten gehören auf die kritische Phase ausgelegt, nicht auf den Durchschnitt.
Vertraulichkeit als Berufspflicht
Mandantendaten gehören zu den sensibelsten überhaupt. Auf dem Terminalserver liegen keine Daten auf privaten Geräten — auch nicht im Homeoffice.
Herstellerfreigabe
Kanzleiprogramme wie DATEV geben genau vor, in welcher Umgebung sie betrieben werden dürfen. Wir richten uns danach und stimmen uns im Zweifel mit dem Hersteller ab.
Der Punkt, der Kanzleien am meisten beschäftigt
Beim Terminalserver verlassen die Daten den Server nicht. Was auf dem heimischen Rechner ankommt, ist ein Bild — keine Datei.
Häufige Fragen
Läuft DATEV auf einem Terminalserver?
Kanzleiprogramme geben die zulässigen Betriebsumgebungen selbst vor. Wir richten uns nach diesen Vorgaben und stimmen uns bei Bedarf mit dem Hersteller ab, bevor umgestellt wird.
Was passiert bei einem Ausfall in der Saison?
Deshalb legen wir Sicherung und Wiederanlauf auf die kritische Phase aus. Wie schnell es gehen muss, klären wir vorher — das bestimmt die Technik und die Kosten.
Dürfen wir als Kanzlei einen externen Dienstleister einsetzen?
Die berufsrechtlichen Anforderungen an externe Dienstleister lassen sich vertraglich abbilden, üblicherweise über eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung. Das klären wir vor Beginn.
Können Mitarbeiter von zu Hause arbeiten?
Ja, und das ist einer der Hauptgründe für diese Technik. Es gelangen dabei keine Mandantendaten auf private Geräte.
Wie viele Nutzer sind möglich?
Von wenigen bis zu mehreren Dutzend. Die Ausstattung wird auf Nutzerzahl und Anwendungen ausgelegt und lässt sich später anpassen.
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